Deskriptive Statistik

Kurzdefinition

Die deskriptive Statistik beschreibt und veranschaulicht vorhandene Daten mithilfe von Kennzahlen, Tabellen und Diagrammen. Sie zeigt beispielsweise typische Werte, Verteilungen und Unterschiede innerhalb eines Datensatzes.

Bedeutung und Erklärung

Die deskriptive Statistik – auch beschreibende Statistik genannt – dient dazu, erhobene Daten übersichtlich zusammenzufassen und verständlich darzustellen. Dabei werden ausschließlich die tatsächlich vorliegenden Daten beschrieben. Es werden keine Rückschlüsse auf eine größere Grundgesamtheit gezogen.

Zu den häufig verwendeten Kennzahlen gehören Mittelwert, Median und Modus. Sie beschreiben, welche Werte für einen Datensatz typisch sind. Streuungsmaße wie Standardabweichung, Varianz und Spannweite zeigen dagegen, wie stark die einzelnen Beobachtungen voneinander abweichen.

Neben diesen Kennzahlen nutzt die deskriptive Statistik Tabellen und grafische Darstellungen. Häufig verwendete Diagramme sind Histogramme, Balkendiagramme und Boxplots. Sie machen Verteilungen, Ausreißer und mögliche Muster in den Daten sichtbar.

Die deskriptive Auswertung bildet häufig den ersten Schritt einer statistischen Analyse. Sie hilft dabei, den Datensatz kennenzulernen, Fehler oder ungewöhnliche Werte zu erkennen und weiterführende statistische Verfahren vorzubereiten.

Beispiel

In einer Befragung werden die Lernzeiten von 100 Studierenden erfasst. Die durchschnittliche Lernzeit beträgt zwölf Stunden pro Woche, der Median liegt bei zehn Stunden und die Standardabweichung bei fünf Stunden. Ein Histogramm zeigt zusätzlich, wie sich die Lernzeiten unter den Befragten verteilen. Diese Ergebnisse beschreiben die erhobenen Daten, erlauben allein aber noch keine Aussage über alle Studierenden.